Zeit, die Asthma-Therapie zu überdenken?

Neue Leitlinien empfehlen Zurückhaltung bei systemischer Cortison-Dauertherapie

Viele Patientinnen und Patienten mit schwerem, unkontrolliertem Asthma erhalten nach wie vor eine Dauertherapie mit systemischen Corticosteroiden (OCS) – obwohl die Nationale Versorgungsleitlinie Asthma (Version 5.0, 2024) diese Therapieform nur noch in Ausnahmefällen empfiehlt. Der Grund: Die Langzeitgabe von OCS ist mit einem erheblichen Risiko schwerer Nebenwirkungen verbunden und sollte nur dann erfolgen, wenn die Asthmakontrolle trotz kombinierter Therapieoptionen und gegebenenfalls zusätzlicher monoklonaler Antikörper nicht ausreichend ist .

Aktuelle Versorgungsanalysen zeigen, dass regional deutliche Unterschiede bestehen. In Gebieten mit einer geringeren Pneumologendichte werden OCS häufiger verordnet als in Regionen mit spezialisierter Versorgung. Das unterstreicht, wie wichtig eine enge Kooperation zwischen Hausärztinnen, Hausärzten und Fachärzten ist, um eine leitliniengerechte Behandlung sicherzustellen .

Quelle: ATLAS, AstraZeneca inhouse analysis / visualization based on IQVIA LRx data; Stand: 02/2025; Zeitraum: Okt 2023 – Sep 2024
mOCS (OCS-Langzeittherapie; ‘maintenance OCS’): Prednison (≤ 10 mg & ≥ 50 Tabletten/Rx); Methylprednisolon/Triamcinolone (≤ 8 mg & ≥ 50 Tabletten/Rx). Rx von HNO-Ärzt:innen, Rheumatolog:innen und Dermatolog:innen werden nicht gewertet.
*Primäre Behandlung: Die Fachrichtung, die innerhalb des Analysezeitraums (1 Jahr) die meisten respiratorisch-relevanten Rezepte ausgestellt hat

Kampagne „Mit Asthma leben“: Aufklärung und Unterstützung in der Praxis

Unter dem Titel „Zeit, die Asthma-Therapie zu überdenken?“ informiert AstraZeneca derzeit in einer bundesweiten Awarenesskampagne über den verantwortungsvollen Umgang mit systemischen Corticosteroiden. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten sowie Praxisteams für die Risiken einer Dauertherapie zu sensibilisieren und gleichzeitig praktische Hilfsmittel anzubieten.

Ein zentrales Element ist der sogenannte OCS-Pass – ein einfaches Instrument zur strukturierten Erfassung von Cortison-Stößen und zur Vermeidung einer ungewollten Dauertherapie. Er kann als Gesprächsanlass zwischen Patient und Behandler dienen und trägt dazu bei, die gemeinsame Entscheidungsfindung zu stärken .

Was Praxen jetzt tun können

Hausärztinnen und Hausärzte können die Kampagne aktiv unterstützen, indem sie bei wiederholt unkontrolliertem Asthma frühzeitig prüfen, ob eine fachärztliche Mitbetreuung sinnvoll ist. Häufige Nutzung von Bedarfsmedikation, nächtliche Symptome oder Aktivitätseinschränkungen gelten als Warnsignale. Die frühzeitige Einbindung der Pneumologie kann helfen, eine moderne, leitliniengerechte Therapie einzuleiten und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten deutlich zu verbessern .

Weitere Informationen und Materialien, darunter den OCS-Pass, finden Sie unter:

👉 www.mit-asthma-leben.de

DE-90133/12-25

DE-85891_Asthma_OCS_Pass